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Pferdegestützte Therapie

Ein wichtiger und sehr gern angenommener Bestandteil unserer Arbeit auf dem Weberhof ist die Pferdegestütze Therapie.

 Zirka 60 Prozent unserer Kinder nehmen diese Therapieform mindestens einmal wöchentlich vor Ort, mit unseren eigenen Pferden in Anspruch. Die Therapie gestaltet sich nicht nur durch das Reiten, der artgerechte Umgang mit dem Pferd steht genauso im Vordergrund wie der Sport an sich. Dabei lernen die Kinder auch Verantwortung zu tragen und eine Sensibilität für ein anderes Lebewesen zu entwickeln bzw. zu stärken.

 


Beim Reiten hat speziell der Prozess des Gehalten und Getragen Werdens eine sehr therapeutische Wirkung. Dieser wichtige Prozess, der auch Voraussetzung einer gesunden Entwicklung im Frühkindalter und sogar schon im vorgeburtlichen Stadium ist, gibt den Kindern Sicherheit und macht es möglich, Vertrauen aufzubauen. Er ist ebenso dafür verantwortlich, Beziehungen entwickeln zu können, Ängste abzubauen oder Bewältigungsstrategien für in der Vergangenheit stattgefundene Traumata und daraus resultierende Ängste zu finden.

 Therapieablauf:

Die Erstphase dient der Informationsgabe und -sammlung und der Begegnung mit dem Pferd. Mögliche Vorerfahrungen, Bedürfnisse, Ängste, Erwartungen und Wünsche werden besprochen. Es folgt die Erstellung eines individuellen Therapieplans mit entsprechender Zielsetzung.

Die pferdegestützte Therapie umfasst das Beobachten der Pferde, die Kontaktaufnahme auf der Weide, das Versorgen des Pferdes, das Führen und geführt werden, das Longieren und Voltigieren bis hin zum Freireiten. Abhängig davon, auf welcher Ebene (körperlich, psychisch, sozial) gerade schwerpunktmäßig gearbeitet wird, kommen die dementsprechend individuell abgestimmten therapeutischen Interventionen zum Einsatz, die es ermöglichen, dass der Klient mit dem Pferd bindungsfördernde, selbstwerterhöhende, kontrollbefriedigende und lustbetonte Erfahrungen machen kann.

Auf der körperlichen Ebene (z.B. auf dem Pferderücken) können das dementsprechend eher z.B. heilpädagogisch/förderpädagogische Übungen oder auch Körperarbeit mit bioenergetischem Ansatz oder Übungen aus der Hippotherapie sein.

Auf der psychisch-emotionalen Ebene kann der Schwerpunkt im Rahmen eines Therapieabschnitts eben eher auf z.B. Entspannungstechniken liegen oder aber auch um Beobachten, Kontaktaufnahme, Führen bis hin zur Arbeit an der Longe und Freireiten gehen.

Hier wird deutlich, wie wichtig ein individueller Therapieplan für jeden Klienten ist.

 


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